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Bei einer endonasalen Schwellung, z. B. im Rahmen einer allergischen Reaktion, kommt es zu einem Einstrom arteriellen Blutes in die Nasenmuscheln. Durch das Rhinolux kann die Blutvolumenzunahme während eines Schwellungsprozesses kontinuierlich beobachtet werden. Dazu befindet sich an der RHINOLUX-Sensorbrille eine optische Messvorrichtung, die das Nasengewebe mit Infrarotlicht durchstrahlt. Das Infrarotlicht durchdringt die Gewebestrukturen des Nasenraumes, insbesondere die untere und die mittlere Nasenmuschel, und wird dort am Blutfarbstoff Hämoglobin absorbiert. Die Absorptionsstärke ist dabei proportional zum Blutvolumen. Durch eine geeignete Wahl der Lichtfrequenz ist das Messsignal außerdem vom Oxygenierungszustand des Blutes unabhängig. Weiterhin ist das für die Messung verwendete infrarote Licht für das Gewebe unschädlich.
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Anatomie der Nase und Lage des Messortes bei der optischen Rhinometrie. |
Verlauf der Schwellungskurve für eine positive nasale Reaktion auf Brennnesselpollen. | |
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Da die Dicke des nasalen Gewebes von der konkreten anatomischen Situation abhängt und interindividuell stark variiert, wird bei der optischen Rhinometrie ein differentielles Messverfahren angewendet. Dabei wird zunächst über einen Zeitraum von wenigen Minuten (empfohlen werden 2 Minuten) die optische Dichte des nicht provozierten Nasengewebes als Grundlinie vermessen. Danach erfolgt die Provokation durch das Einbringen der Provokationslösung in die Nasenhöhle. Der Provokationszeitpunkt wird durch das RHINOLUX akustisch signalisiert. Von diesem Zeitpunkt an wird die optische Gewebedicke kontinuierlich als Differenzwert zur Grundlinie ermittelt und dargestellt.
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E. G. Wüstenberg, K.-B. Hüttenbrink, B. Hauswald, U. Hampel, E. Schleicher, "Die optische Rhinometrie - Kontinuierliche, direkte Messung der Schwellung der Nasenschleimhaut bei Allergenprovokation", HNO, vol. 52, 798-806, 2004.
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